Das Porträtarchiv

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F wie Friedrich Kappeler: Fotograf und Filmregisseur aus Frauenfeld
Wer denkt, Filmregisseure gibt es nur im glitzernden Hollywood, hat weit gefehlt: Auch unter den Bürgern unserer Kantonshauptstadt findet sich ein solcher Filmemacher.

Friedrich Kappeler wurde 1949 in Frauenfeld geboren und wuchs dort zusammen mit seinen drei Schwestern, seinem Bruder und seinen Eltern auf. Nach der Sekundarschule trat er an die Handelsabteilung der Kantonsschule über. Nachdem er diese erfolgreich abgeschlossen hatte, arbeitete er unter anderem eine kurze Zeit als Lehrer. Nach dieser Zeit, in der er mit verschiedenen Jobs sein Geld verdiente, entschloss er sich, noch einmal die Schulbank zu drücken, um seinen Traumberuf «Regisseur» zu verwirklichen. So begann er sein Studium der Fotografie an der «Schule für Gestaltung» in Zürich und der «Hochschule für Fernsehen und Film» in München.

Sein Interesse für Film und Fotografie entdeckte er bereits als etwa 14-jähriger, dank seinen Nachbarn und Freunden, die in diesem Bereich tätig waren. So begann er selbst Amateurfilme zu drehen und begeisterte sich immer mehr dafür.

Nachdem er sein Studium abgeschlossen hatte, begann er Filme zu drehen. Darunter seien zum Beispiel genannt: «Der schöne Augenblick» (Dokumentarfilm, 1986), «Wald» (Doku-Drama, 1989), «Adolf Dietrich, Kunstmaler» (1991), «Gerhard Meier - Die Ballade vom Schreiben» (1995), «In viadi tier carigiet» (1997), «Varlin» (2000), «Mani Matter - Warum syt dir so truurig?» (2002), «Dimitri - Clown» (2004) und Gerhard Meier - Das Wolkenschattenboot» (2006).

Einige dieser Werke, wie zum Beispiel «Mani Matter - Warum syt dir so truurig?», konnte man sich im Kino, unter anderem auch im Cinema Luna in Frauenfeld, anschauen.

Doch wie entsteht überhaupt ein Film? Zunächst braucht es einmal den berühmten Geistesblitz, den man nicht so einfach herzaubern kann. Doch oft war es tatsächlich ein spontaner Gedanke, der ihm die zündende Idee brachte und dazu bewegte, einen neuen Film zu drehen. Danach werden Recherchen zum betreffenden Thema angestellt und ein Skript geschrieben. Wenn dieser Grundstein gelegt ist, setzt sich Friedrich Kappeler mit seinem Produzenten zusammen und man bespricht das weitere Vorgehen: Brauchen wir Schauspieler? Falls ja, wer kommt in Frage?, Wie können wir den Film finanzieren? Und so weiter! Wenn diese Fragen geklärt sind, kann mit dem Dreh des Films begonnen werden. Während all den Arbeiten zu diesen zahlreichen Werken konnte Friedrich Kappeler immer wieder erleben, was er am meisten an seinem Beruf schätzt: Die Unabhängigkeit und Freiheit, den Umgang und Kontakt mit anderen Menschen, Texte schreiben, Musik, Rhythmus und das gesamte Filmhandwerk an sich. Als besonders schöne Momente blieb ihm die Arbeit mit Gerhard Meier im Sinn. Mit ihm reiste er unter anderem nach Russland und ins Engadin, um dabei das Porträt «Gerhard Meier - Die Ballade vom Schreiben» über den Schriftsteller zu drehen. Auch die Arbeit zum Film «Adolf Dietrich, Kunstmaler», aus dem Jahr 1991, der sich mit dem verstorbenen Künstler aus Berlingen befasst, war sehr eindrücklich: Friedrich Kappeler lud zur Filmpremiere alle Leute ins damalige Kino Pax in Frauenfeld ein, die Adolf Dietrich einst Porträt gesessen hatten. Es sei ein schönes und eindrückliches Gefühl gewesen, dass all die Besucher im Kino durch eine einzige Person miteinander verbunden waren und man sich sofort als Gemeinschaft fühlte.

Daneben gibt es, wie so oft, auch Schattenseiten: Zum Beispiel, dass sich im finanziellen Bereich, im Gegensatz zur Traumfabrik Hollywood, nicht alles von selbst regelt. Und dass es sehr viel Ausdauer braucht, an einem Projekt dran zu bleiben und es zu verwirklichen, da es gut und gerne einmal zwei Jahre in Anspruch nehmen kann.

Nebst der Arbeit an Filmen ist Friedrich Kappeler auch als Fotograf tätig, hauptsächlich im Bereich der Landschaftsfotografie.

Neben diesen beiden Leidenschaften, dem Fotografieren und Filmen, findet er noch Zeit sich seinen Hobbies Reisen, Lesen und Kochen zu widmen.

Und was wünscht sich der Steven Spielberg von Frauenfeld für die Zukunft? Dass er seine geplante Produktion erfolgreich durchführen kann, damit uns der (noch geheime) Titel des Films bald von den Plakaten vor dem Cinema Luna anlächelt. - Jetzt fehlt nur noch der rote Teppich an der Premiere, um sich wahrhaftig wie in Hollywood zu fühlen.













































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