Das Porträtarchiv

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Daniel Geiser, (40), Teamleiter des Privat-Banking 2 bei der Credit Suisse in Frauenfeld
Daniel Geiser ist Teamleiter des Privat-Banking 2 bei der Credit Suisse in Frauenfeld und betreut Kunden mit einem Anlagevermögen zwischen 250'000 und einer Million Franken beziehungsweise einer Hypothek von mehr als einer Million Franken.

Nach insgesamt drei Jahren am Untergymnasium und dem darauffolgenden Obergymnasium musste ich allmählich feststellen, dass dies nicht meine Welt war. Deshalb beschloss ich, die Kantonsschule abzubrechen und mich nach einem freien Lehrstellenplatz umzusehen. Von Anfang an stand für mich fest, dass ich in einem Büro arbeiten wollte. Am Schluss der Suche musste, beziehungsweise durfte ich mich zwischen einer Lehre bei der Schweizerischen Kreditanstalt SKA, wie die heutige Credit Suisse ursprünglich hiess, oder auf dem Grundbuchamt entscheiden. Ich entschied mich für die dreijährige Banklehre, die ich in den Jahren 1980 bis 1983 absolvierte. Danach arbeitete ich weiterhin in dieser Branche, wechselte aber für eine bestimmte Zeit zur Kantonalbank.

In der ersten Zeit beschränkte sich meine Tätigkeit auf den kaufmännischen Bereich und die Arbeit am Schalter. Später erweiterte sie sich auf den Kreditbereich, unter anderem Firmenkredite, und ich übernahm die Niederlassung Weinfelden. Während ich damals zu so manch höherem Posten aufstrebte, durfte natürlich auch der schulische Bereich nicht auf der Strecke bleiben und so absolvierte ich 1988 das eigenössische Bankfachdiplom und 1992 die Swiss Banking School.

Besonders aufregend waren die Jahre 1992 und 1993, in denen sich mein Wunsch eines Auslandaufenthaltes erfüllte. Man stellte mir Montreal, Hongkong, London und Miami als Zieldestination zur Auswahl. Ich entschloss mich, das kommende Jahr zusammen mit meiner Familie im kanadischen Montreal zu verbringen.

Tja, irgendwann ging auch diese Zeit zu Ende und schliesslich kam ich dort an, wo ich heute bin: Zweifacher Familienvater, wohnhaft in Siegershausen und Leiter des Privat-Bankig 2 in Frauenfeld. In diesem Bereich bin ich nicht nur für Frauenfeld, sondern ebenfalls für Weinfelden und Stein am Rhein verantwortlich.

Nun, wie sieht der Tagesablauf eines Bankers in meiner Position aus? Meine Hauptaufgabe ist einerseits die Mitarbeiterführung: Ich habe zehn Mitarbeiter, für deren Unterstützung und Hilfe ich verantwortlich bin. Konkret heisst das: Arbeitsziele ausarbeiten und Abläufe überwachen! Sollten die Ziele nicht erreicht werden, muss ich Lösungsvorschläge ausarbeiten und mit den Mitarbeitern besprechen.

Neben meinen Mitarbeitern betreue ich selbst aber auch Kunden. Deshalb habe ich unter der Woche sehr viele Kundengespräche, dazu kommen ebenfalls noch zwei bis drei wöchentliche Sitzungen. Ungefähr achtzig Prozent meiner Arbeitszeit verbringe ich hier in Frauenfeld. Da einige Kunden in Weinfelden wohnen, treffe ich mich mit ihnen in der dortigen Filiale. Manchmal kommt es aber auch vor, dass ich direkt zu einem Kunden nach Hause gehe und mich dort mit ihm bespreche. Dadurch muss ich sehr mobil sein.

Am meisten schätze ich an meinem Beruf den Kundenkontakt und das Verkaufen. Neben der Beratung ist dies eine meiner Haupttätigkeiten. Dazu kommt natürlich noch der Kontakt zu meinen Mitarbeitern, der mir sehr wichtig ist.

Zu den Schattenseiten zählt die Administration. Da ich die Leitung einer Gruppe übernommen habe, fällt natürlich der grösste Teil dieser eher unbeliebten Arbeit auf mich. Aber nichts desto trotz bin ich mit meiner Arbeitsstelle hier bei der CS in Frauenfeld sehr zufrieden. So wünsche ich mir für die berufliche Zukunft bloss, dass alles so bleibt wie es ist und ich mit meinem Team weiterhin die vorgenommenen Ziele erreichen kann. Es gibt nur etwas, wofür ich eine berufliche Änderung in der Zukunft in Kauf nehmen würde: Ein interessantes Jobangebot in Dubai! - Naja, mal sehen, welche Münzen das Schicksal in der Zukunft wirft ... .














































































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